Zum zweiten Großbrand innerhalb von 2 Tagen wurde die Feuerwehr Weiden am Montag, den 18. Juni, gerufen. Nachdem am Vortag ein Feuer in einer Lagerhalle des Heilpädagogischen Heimes in Irchenrieth wütete, brannte es diesmal in der Müllumladestation in Weiden.

Um 19.36 Uhr wurde durch die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz unter dem Stichwort „Brand Industriegebäude“ Großalarm für die Hauptfeuerwache, der Ortsteilwehr Rothenstadt, sowie der Feuerwehr Neustadt/WN mit einer zweiten Drehleiter ausgelöst.

Schon bei der Anfahrt konnte man von weiten eine große, schwarze Rauchsäule erkennen, welche aus dem großen Verladegebäude mit dem Müllbunker austrat.

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Nach Eintreffen der ersten Kräfte, bereitete zunächst der Zugang zum Brandobjekte einige Schwierigkeiten. Eine Nebeneinganstüre wurde mittels Türöffnungsgerät geöffnet und zeitgleich wurde begonnen, mit einem Trennschleifer eines der großen Aluminiumrolltore aufzuschneiden. Danach konnte mittels zweier Schaumrohre die erste Brandbekämpfung aufgenommen werden. Die Drehleiter wurde derweilen in Stellung gebracht und mit dem Wasserwerfer am Rettungskorb konnte von oben durch die geöffneten Rauchabzugsklappen ebenfalls Schaum in das Gebäude eingebracht werden.

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Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde in Absprache mit der Polizei eine Rundfunkdurchsage an die Bevölkerung veranlasst, in der näheren Umgebung Fenster und Türen zu schließen. Ebenso wurde zunächst der Bahnverkehr auf den unmittelbar neben dem Brandobjekt verlaufenden Gleisen eingesellt.

Nachdem ein Mitarbeiter der Müllverladestation eingetroffen war, gelang es noch zwei Rolltore mechanisch zu öffnen. Nun konnte mit dem Wasserwerfer des Großtanklöschfahrzeuges, der 2000 Liter Schaum pro Minute abgeben kann, die eigentliche Brandbekämpfung beginnen. Unterstützt wurden wir hierbei durch einen Großlüfter der Feuerwehr Neustadt/WN, der zur Einsatzstelle nachgefordert worden war und die Halle in kurzer Zeit fast rauchfrei machte.

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Nach ca. 30 Minuten zeigte dieser umfassende Löschangriff Wirkung und die Rauchentwicklung ließ erheblich nach. Der Schienenverkehr wurde wieder freigegeben und die Warnung an die Bevölkerung wurde aufgehoben.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte war auch der Rettungsdienst und ein Notarzt mit 6 Fahrzeugen und 13 Kräften vor Ort.

Von Seiten der Feuerwehren waren 11 Fahrzeuge mit 46 Einsatzkräften an der Brandstelle.

 

Die Polizei übernahm zunächst die weiträumige Straßensperrung und Verkehrsregelung und begann im weiteren Verlauf mit der Brandermittlung. Auch die Bundespolizei war mit drei Beamten im Einsatz um die Absprachen bezüglich des Bahnverkehrs zu treffen.

 

Nach knapp zwei Stunden war das Feuer endgültig gelöscht und die Einsatzkräfte konnten wieder abrücken.

 

Durch die enorme Brandhitze in der Müllstation entstand Totalschaden an der Technik und den Einrichtungen zur Müllerverladung. Die Station wird wohl einige Zeit geschlossen bleiben müssen.