Home Einsätze 2011 November

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 „Explosion eines Wohngebäudes in der Moltkestraße“ lautete die Schreckensmeldung, welche die Feuerwehreinsatzzentrale Weiden am Sonntag, den 20.11., um 19.35 Uhr über die Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz erreichte. Daraufhin wurde Vollalarm für die Hauptfeuerwache ausgelöst und der Löschzug, verstärkt durch Rüstwagen und Mehrzweckfahrzeug, rückte mit 37 Kräften zu der nur 200 m entfernten Unglücksstelle aus.

   

 

 

Am Schadensort bot sich ein Bild der Verwüstung: Von einem Gebäude waren sämtliche Scheiben der Erdgeschosswohnung geborsten, darunter auch eine große Schaufensterscheibe. Die gesamte Fahrbahn war von Glassplittern und Trümmern übersäht, mehrere parkende Fahrzeuge waren durch herumfliegende Teile beschädigt worden. Auch am gegenüberliegenden Wohnhaus waren einige Scheiben zerstört worden, eine Frau erlitt durch eine berstende Fensterscheibe eine Schnittverletzung an der Hand.

Auf dem Gehsteig neben dem betroffenen Gebäudes lag ein schwerverletzter Mann, der bereits vom Rettungsdienst betreut wurde. Aus der betroffenen Wohnung drang leichter Rauch und nach erster Befragung von Hausbewohnern konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Ein Angriffstrupp unter Atemschutz drang mit einem Schaumrohr ins Erdgeschoss vor, während zwei andere Trupps, ebenfalls unter Atemschutz, mit der Absuche des Hauses nach eventuell zurückgebliebenen Personen begannen.

 

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Das zum Glück nur kleine Feuer in der Wohnung war mit wenigen Litern Wasser rasch gelöscht und es wurden keine Bewohner im Gebäude mehr aufgefunden. Eine im Hof stehende Flüssiggasflasche wurde gekühlt und mittels Wärmbildkamera kontrolliert, es ergaben sich aber keine Auffälligkeiten. 

Die umliegenden Straßen wurden durch Kräfte der Polizei und Feuerwehr weiträumig abgesperrt und der Unglücksort für die Ermittlungen der Kriminalpolizei umfangreich ausgeleuchtet. 

Für die Verschalung der zerstörten Scheiben wurde das THW angefordert, welches mit 4 Fahrzeugen und 13 Kräften zur Einsatzstelle anrückte.

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Nach ersten Ermittlungen der Polizei, hatte ein Passant den noch im Explosionsraum befindlichen Bewohner, sowie auch die bereits erwähnte Gasflasche geistesgegenwärtig ins Freie gebracht. Warum es zur Explosion kam ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar, die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren.

Nachdem die Spurensuche vor Ort beendet war, wurde die Straße und Gehsteige von Trümmern und Scherben gereinigt, wobei auch eine Kehrmaschine der Stadt zum Einsatz kam. Erst nach 3 Stunden konnten die letzten Fahrzeuge wieder in die Wache einrücken.