Home Einsätze 2013 Juni Dramatischer Wohnungsbrand

Am Freitag, den 07.06, waren Polizei und ein Vertreter der Stadt Weiden in der Ermersichter Straße vor Ort, um eine männliche Person zu einer zwangsweisen Untersuchung im Bezirkskrankenhaus Wöllershof abzuholen. Als sie an der Wohnungstüre läuteten und klopften, schlugen plötzlich Flammen aus dem unteren Türschlitz hervor.

 

Unverzüglich verständigten sie über Notruf 112 die Integrierte Leitstelle und die Polizeibeamten räumten die anderen Wohnungen des dreistöckigen Mehrfamilienhauses.

Nach Vollalarm für die Hauptfeuerwache rückte daraufhin der komplette Löschzug mit 22 Einsatzkräften zur Brandstelle aus. Bei Eintreffen trat dichter Rauch aus zwei geöffneten Fenstern auf der Vorder- und Rückseite des entsprechenden Gebäudes aus.

Unverzüglich ging ein Angriffstrupp mit einem Schaumrohr unter Atemschutz in das Gebäude vor und zeitgleich wurde die Drehleiter auf der Vorderseite in Stellung gebracht.

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Während dieser laufenden Einsatzmaßnahmen zeigte sich plötzlich die betreffende Person kurz am Fenster, woraufhin ein Sprungretter auf der Rückseite in Stellung gebracht wurde. Nachdem die Wohnungstüre gewaltsam geöffnet und das vom Flur aus ersichtliche Brandgut

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abgelöscht worden war, zeigte sich die Person auch dem Angriffstrupp. Nach einigen Zurufen und Handzeichen der Atemschutzträger, gelang es diesen den Mann zum Verlassen der völlig verrauchten Wohnung zu bewegen. Damit wurde eine bereits laufende Ausrüstung von zwei Polizeibeamten mit  Atemschutzgeräten überflüssig und die bereits einsatzbereiten Geräte konnten wieder abgelegt werden.

Nach Verlassen des Hauses wurde der Mann von Polizeibeamten zunächst durchsucht und anschließend vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Klinikum Weiden eingeliefert. Ihm droht nun ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schwerer

Brandstiftung, die mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden kann. Noch schwelende und rauchende Gegenstände in der Wohnung wurden endgültig abgelöscht und mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Nach einer guten Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder in die Wache einrücken.