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„Wohnhausbrand in der Moltkestraße in Weiden, Flammen schlagen aus dem Gebäude, Menschen rufen um Hilfe“ lautete die dramatische Einsatzmeldung, welche zahlreiche Anrufer der Feuerwehreinsatzzentrale Weiden über Notruf 112 mitteilten.

Für die Hauptfeuerwache Weiden wurde Vollalarm ausgelöst und 6 Fahrzeuge mit 28 Einsatzkräften rückten zur nahe an der Feuerwache liegenden Brandstelle aus. Nur 5 Minuten nach dem ersten Notrufeingang traf bereits das erste Einsatzfahrzeug an der Brandstelle, einem zweistöckigen Wohngebäude mit ausgebautem Dachgeschoss, ein. Im Durchgang des Treppenhauses zum Innenhof brannte es lichterloh, aus Fenstern in allen Etagen drang schwarzer Rauch. Zwei Personen die an geöffneten Fenstern in dichtem Qualm standen riefen um Hilfe und wurden mit dem Rettungskorb der Drehleiter in letzter Minute gerettet.


Aufgrund des enormen Zeitdrucks der Menschenrettung blieb der Besatzung des Rettungskorbes keine Zeit mehr Atemschutz anzulegen, wodurch eine Feuerwehrfrau eine leichte Rauchvergiftung erlitt.  Auch die beiden Geretteten wurden mit Rauchgasvergiftungen vom Rettungsdienst ins Klinikum Weiden eingeliefert. Zwischenzeitlich war über ein Nachbargrundstück ein Schaumrohr im Hinterhof in Stellung gebracht worden und ein Trupp unter Atemschutz begann mit der Brandbekämpfung. Nach Abschluss der Menschenrettung wurde auch von der Vorderseite ein Schaumrohr aufgebaut und die Brandbekämpfung im Erdgeschoss konnte nun von zwei Seiten erfolgen.

Zwei weitere Trupps unter schweren Atemschutz stiegen über die Drehleiter in das Gebäude ein und begannen mit der systematischen Absuche nach weiteren, eventuell noch in den Wohnungen zurückgebliebenen Personen. Zum Glück wurde niemand mehr aufgefunden, es konnte jedoch noch der Hund einer geretteten Frau aus dem Dachgeschoss unversehrt ins Freie gebracht werden.

Das Feuer konnte in ca. 15 Minuten gelöscht werden, anschließend mussten noch Glutnester in der Holzdecke und dem hölzernen Treppenhaus unter Einsatz einer Motorsäge beseitigt werden. Der schwelende Brandschutt wurde ins Freie gebracht und endgültig abgelöscht.  

Das Feuer war im Durchgang zwischen Haustüre und Hinterhof ausgebrochen, wo zahlreiche Müllbehälter und andere Gegenstände gelagert waren und hatte anschließend auf das Treppenhaus aus Holz übergegriffen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, die Kriminalpolizei Weiden nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf.

 

Erst nach 2,5 Stunden konnten wir wieder in die Feuerwache einrücken.