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 Ein schweres Unwetter über dem Stadtgebiet Weiden und dem angrenzenden, östlichen Gebiet des Landkreises Neustadt/WN, bescherte den Feuerwehren Weidens einen Großeinsatz. Nachdem bereits am Nachmittag Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel eingegangen war, traf die angekündigte Gewitterfront die Stadt Weiden ab 19.00 Uhr mit voller Wucht.  

  

 

Hagelkörner in der Größe von Tischtennisbällen, sintflutartige Regenfälle und zahlreiche Blitzeinschläge sorgten in den folgenden Stunden für jede Menge Einsätze. Überschwemmte Unterführungen, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und durch Überspannung ausgelöste Brandmeldeanlagen waren die Einsatzstichworte. Schwerpunkt des Geschehens war die Neustädter Straße, sowie das Gebiet Weiden Ost. Sämtliche Fahrzeuge der Hauptfeuerwache, der Feuerwache 2 und der Ortsteilwehren Frauenricht, Neunkirchen und Rothenstadt, waren mit rund 90 Einsatzkräften an den Schwerpunkten zu über 50 Einsätzen eingesetzt.

Ihre erste, erfolgreiche Bewährungsprobe bewältigte dabei die neugeschaffene Kreiseinsatzzentrale Weiden. Mit 6 Personen besetzt, disponierte sie die von der Integrierten Leitstelle (ILS) per Fax übermittelten Einsätze nach Priorität und verschaffte dem Einsatzleiter, SBR Richard Schieder, durch das Führen einer exakten Lagekarte stets einen Überblick über die Einsatzsituation. Die Zusammenarbeit mit der ILS funktionierte diesmal ausgezeichnet.

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Eine zwischenzeitliche Sonderlage „Brand eines Wohnhauses nach Blitzschlag“ in der Niedersachsenstraße, stellte sich zu Glück bei Eintreffen weniger dramatisch als gemeldet dar. Ein Blitz hatte am Giebel des Einfamilienhauses ca. 2 m² Ziegel herausgesprengt, jedoch keinen Brand entfacht. Dazu wurden mehrere Fahrzeuge aus laufenden, nicht zeitkritischen Einsätzen im Stadtgebiet herausgelöst und von Seiten der ILS noch zusätzlich die Feuerwehren Neustadt/WN, Etzenricht und Schirmitz alarmiert.

Zahlreiche Einsätze hatte auch die Feuerwehr Muglhof zu bewältigen. Unwahrscheinliche Regenmengen überschwemmten dort Straßen und Häuser, sorgten für Erdrutsche und Straßenunterspülungen. Nachdem die umliegenden Feuerwehren sämtlich im Bereich der Gemeinde Bechtsrieth eingesetzt waren, wo ebenfalls zahlreiche Keller und Wohnungen unter Wasser standen, wurde der Einsatzleitwagen mit SBI Ludwig Grasser nach Muglhof entsandt, um sich ein Bild der Lage und über eventuelle Verstärkungsmaßnahmen zu machen. Ein Schwerpunkt war der Ortsteil Oedenthal, der von Wasser- und Schlammmassen förmlich überflutet worden war. Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit und größter Eigenhilfe der Einwohner, mussten jedoch keine weiteren Einsatzfahrzeuge dorthin entsandt werden.

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Ein weiterer Brand nach Blitzschlag wurde kurz nach 23.30 Uhr aus der Wallensteinstraße gemeldet. Diesmal hatte ein Blitz einen kompletten Kaminkopf wegesprengt und in den Wohnungen des Mehrfamilienhauses die Kaminanschlussdeckel herausgeschleudert. Wiederum wurden die Feuerwehren Neustadt/WN und Etzenricht zusätzlich alarmiert. Außer einer Kontrolle mit der Wärmebildkamera und beruhigendem Zuspruch für die Hausbewohner, waren zum Glück keine weiteren Einsatzmaßnahmen erforderlich.

Kurz nach 2 Uhr wurde dann noch der Gerätewagen-Gefahrgut nach Bechtsrieth angefordert. In einem bis zur Decke überschwemmten Keller roch es verdächtig nach Chemikalien. Messungen mit einem Mehrgasmessgerät, Öltest- sowie Lackmuspapier blieben jedoch ohne Befund, so dass der Keller ohne weitere Sicherungsmaßnahmen ausgepumpt werden konnte.

Nach einer äußerst kurzen Nacht gingen bereits morgens um 07.00 Uhr noch weitere Meldungen über Wasserschäden in Kellern, wiederum im Baugebiet Weiden Ost, ein. Bis am frühen Nachmittag wurden weitere 5 Einsatzstellen abgearbeitet.